Das Jonglieren von Studium und Arbeit

Veronika Demiri
16. August 2018

Arbeit, Studium und Privatleben unter einen Hut zu bringen ist eine Meisterleistung, die mit guter Planung erbracht werden kann.

Wien als größte Studentenstadt im deutschsprachigen Raum bietet weitreichende Angebote in verschiedensten Studienrichtungen. Von den rund 200.000 Student*innen in Wien, verdienen laut ÖH-Umfrage 84% der Student*innen sich etwas dazu.

Deadlines im Studium – Volle Leistung in der Arbeit

Für diejenigen, die weder Unterstützung der Eltern noch Studienbeihilfe beziehen, ist auf Grund der steigenden Lebenserhaltungskosten ein Studium ohne Erwerbstätigkeit noch schwieriger leistbar. Dadurch stehen sie vor der Herausforderung, Studium und einen Teilzeit- bzw. Vollzeitjob unter einen Hut bringen zu müssen.

Momentan studiere ich zwei Studienrichtungen und bin mit 25 Stunden als Recruiting Specialist bei DreiKreis angestellt. Ich bin in unserem Team jedoch nicht die einzige, die diese Erfahrung mit der Zweigleisigkeit Studium – Beruf gemacht hat: Deadlines über Deadlines im Studium und dennoch volle Leistung in der Arbeit erbringen zu wollen. Wie jongliert man also beides, ohne dass eines von beiden oder sogar beides darunter leidet?

Eine Seite tritt meist etwas kürzer

Im Gespräch über diese Dualität mit meinen Kolleg*innen wurde deutlich, dass eine Seite meist zurückstecken muss. Eine ausgeglichene Work – Life Balance  ist schon schwer zu erreichen, wie unsere Geschäftsführerin Johanna Kerber in ihrem Blogbeitrag beschreibt. Eine Work-Life-Study-Balance gleicht beinahe einer Utopie.

Pro: Ein Vorteil für die persönliche Entwicklung

Persönlich vertrete ich die Meinung, dass Studium und Arbeit, wenn auch in manchen Situationen schwer vereinbar, sich dennoch für die persönliche Entwicklung eines/r jeden Studenten/in auszahlt.

Bei meiner Arbeit als Recruiterin bemerke ich immer wieder, wie wichtig bereits vorhandene Arbeitserfahrung für Absolvent*innen ist. Praktika sind hierbei ein guter Einstieg. Die Chancen schnell eine interessante Festanstellung zu erhalten, sind bei weitem größer, wenn man bereits über Erfahrung in dem gewünschten Arbeitsumfeld verfügt. Wer einen Job hat, der eine andere berufliche Richtung einschlägt als das gewählte Studium, der kann ebenfalls von den Erfahrungen profitieren.

Personen die über den Tellerrand schauen und ihren Horizont erweitern, sind nach meiner Erfahrung bei Arbeitgebern gerne gesehen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass ein Zusammenspiel von Studium und Arbeit eine Hands – On Mentalität zeigt, die jedem der sich in dieser Position befindet, früher oder später zugutekommen wird.

Das Problem der Prokrastination

Aus persönlicher Erfahrung ist es leichter Tipps zu geben, als sie in den eigenen Alltag einzubinden. Gerade wenn es um das Zeitmanagmement geht, können immer wieder kleine Krisen auftreten. Genug Studierende prokrastinieren, im Volksmund auch „Aufschieberitis“ genannt. Das chronischen Aufschieben von zu erledigenden Aufgaben, steht allerdings dem Einhalten von Deadlines entgegen. Sich die Termine einzutragen ist zwar hilfreich, jedoch nur dann, wenn man bereits frühzeitig beginnt seine Arbeiten zu erledigen.

Meine Survival Tipps

Aus meinen Gesprächen mit Kolleg*innen und Kommiliton*innen habe ich ein paar Survival Tipps entnommen, wie man Studium und Arbeit am besten verbinden kann.

1. Gutes Zeitmanagement

Ein gutes Zeitmanagement ist das A und O wenn, man sich konstant zwischen zwei Instanzen bewegt. Schreiben Sie sich alle Deadlines auf und planen Sie rechtzeitig.
Machen Sie am Besten den ersten Schritt innerhalb von 72 Stunden, so ist bereits der Anfang getan.

2. Flexible Arbeitszeiten

Ein Job mit flexiblen Arbeitszeiten, kann einem um ein Vielfaches das Leben erleichtern. Sich die Arbeit so einteilen zu können, wie es am ehesten möglich ist, erlaubt an Vorlesungen teil zu nehmen und davor oder danach zu arbeiten. Nutzen Sie am Besten ihre Hochphasen um produktiv zu sein.

3. Homeoffice

Ein Job mit Homeoffice Möglichkeit, ermöglicht nicht nur von zu Hause aus zu arbeiten, sondern ebenfalls die Pausen in der Universität effizient zu nutzen. Eine Freistunde in der Universität kann somit zu einer bezahlten Arbeitsstunde werden.

4. Wochenendarbeit

Für die meisten Student*innen ist es ohnehin Routine, einen Teil der Arbeitsstunden auf das Wochenende zu verlagern. Es bietet während der Woche Luft zum Atmen. Wichtig ist trotzdem, sich an einem Tag etwas Entspannung zu gönnen.

5. To-Do-Listen

Virtuelle oder analoge To-Do-Listen können uns das Leben erheblich erleichtern. Teilen Sie große Aufgaben in kleine Tasks auf. Die bevorstehenden Aufgaben für den Tag zu sehen, schafft Klarheit und ermöglicht ein besseres Zeitmanagement. Zudem ist dem Vergesslichen damit geholfen!

6. Kleine Belohnungen

Eine kleine Belohnung am Ende des Tages kann die Motivation steigern, wenn alles erledigt bzw. alle Deadlines eingehalten wurden und die Nerven blank liegen. Also freuen Sie sich auf Ihr neues Buch, Ihre Lieblingstorte, oder das Feierabendgetränk mit Ihren Kolleg*innen!

Mein Fazit

Mir ist durchaus bewusst, dass nicht alle Punkte von persönlichen Entscheidungen abhängen. Bei vielen Berufen ist es zum Beispiel nicht möglich, sich so flexibel zu organisieren, da es dann auch einmal Schichtarbeit oder Rufbereitschaft gibt. Bei DreiKreis habe ich allerdings das Glück zeitlich als auch örtlich flexibel zu arbeiten. Dies hilft mir nicht nur den Arbeitsalltag zu meistern, sondern auch mein Studium erfolgreich abschließen zu können.

Mehr zu unserem Team und meiner Arbeit bei DreiKreis erfahren Sie hier.


Veronika Demiri

Geboren in den Steppen Kasachstans, arbeitet Veronika bei DreiKreis als Recruiting Specialist. Als Studentin der Slawistik und Bildungswissenschaften jongliert sie täglich mit ihrem Studium und der Arbeit. Veronika liebt das Reisen und das Erlernen von neuen Sprachen.

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