Wie wir das Home-Office meistern

Julie Ann Chan
20. April 2020

Covid19 sperrt die meisten von uns seit Wochen zu Hause ein, zumindest hier in Österreich. Unsere neue Routine heißt: Home-Office, und das empfinden viele als Herausforderung. Aber es bietet auch unerwartete Chancen und Vorteile. Da wir ohnehin nicht wählen können, sollten wir das Beste aus der Situation machen. In diesem Beitrag schauen wir, wie das geht und wie unser DreiKreis-Team sich schlägt. Ich arbeite seit dem Studium fast ausschließlich zuhause bzw. auf Reisen und gebe ein paar Tipps aus 15 Jahren Home-Office-Erfahrung.

Gerade im IT-Sektor ist flexibles Arbeiten, auch von Zuhause, nicht neu. Kein Wunder, da die meiste Arbeit am Computer stattfindet und Technologie als Ressource ständig und überall verfügbar ist. VPN Netzwerke, Videokonferenzen und WLAN erlauben es uns, Arbeitsergebnisse zu teilen und jederzeit mit Mitarbeitern und Vorgesetzten in Verbindung zu sein. Erfahrungen aus diese Branche können gerade jetzt gut gebraucht werden.

Arbeiten daheim – auf gute Organisation kommt es an

Aber wo Arbeitnehmer*innen und Freelancer ihren Arbeitsort normalerweise wählen können, hat das überall präsente Coronavirus diese Freiheit aufgehoben. Nun müssen wir zu Hause bleiben. Und die Herausforderungen, die mit dieser Situation verbunden sind, sind vielfältig.
Ein normaler Arbeitstag fängt zu einer bestimmten Zeit an. Oft gibt es einen vollen Terminplan, Meetings mit Mitarbeiter*innen oder Kunden, einen festen Arbeitsplatz, Mittagessen, Kaffeepausen mit Kolleg*innen, und das Beste: einen Feierabend. Nicht so Zuhause! Und obwohl es zunächst verlockend scheint, morgens auszuschlafen, im Pyjama zur Couch zu schlurfen und mit dem Laptop und dem Kaffee auf den Knien die Work-E-Mails zu checken, mag es durchaus hilfreich sein, sich einen dezidierten Arbeitsplatz zuhause einzurichten. 

So ein maßgeschneiderter Platz, der ausschließlich zum Arbeiten genutzt wird, kann ein kleiner Tisch sein, der ausreichend Platz für Arbeitsmaterial, einen Bildschirm und möglichst wenig Ablenkung bietet. Im Notfall tut es sogar ein Bügelbrett. Und wo auch das fehlt, kann Platz zum Arbeiten auf dem Esstisch oder sogar auf dem Küchentisch – deutlich abgegrenzt – geschaffen werden.

Wichtig: Wir raten dazu einen Tagesplan aufzustellen und diesen konsequent einzuhalten. Um dieselbe Zeit aufstehen, zu duschen und sich anzuziehen hilft ebenso das Gefühl für einen normalen Arbeitstag zu bewahren wie sich an reguläre Bürozeiten zu halten. Vergessen Sie nicht: dies ist Ihr Job, kein Urlaub, auch wenn es eine Ausnahmesituation ist! Und gerade in Zeiten, in denen die Arbeitslosenraten in die Höhe schnellen und die Zukunft unsicher scheint, wollen wir alle an unsere Arbeit festhalten. Unser Recruiting Team kann sich den Arbeitstag nach wie vor flexibel gestalten, da die Suche nach IT-Expert*innen zeitunabhängig ist.

Recruiting Specialist Dora Rummel glaubt jedoch fest daran, dass eine fixe Tagesstruktur der Schlüssel zum Erfolg ist:
„Eigentlich hat sich an meinem Tagesbeginn nicht so viel geändert, seit ich im Home-Office bin. Ich beginne auch zuhause zwischen 8:00 und 9:00 zu arbeiten, da ich als Morgenmensch morgens immer am produktivsten bin. Die Routine und Konsistenz beizubehalten funktioniert für mich auf jeden Fall am besten.“ Sehr positiv empfindet Dora in der aktuellen Situation, dass die Kandidat*innen leichter zu erreichen sind. „Da wir gerade alle im selben Boot sitzen und im Home-Office sind, fällt es mir leichter Telefonkontakt herzustellen“, sagt Dora Rummel dazu optimistisch, „Ich versuche in diese ungewöhnliche Situation Normalität einkehren zu lassen“.

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Unser Ratschlag: Erstellen Sie sich einen Tagesplan und halten Sie sich daran.

Viel Lärm – wenig Kommunikation

Sie leben mit Partner*in und Familie, vielleicht auf engem Raum? Diesen ganztätig zu teilen kann zu erheblichem Stress führen – für alle Beteiligten. Es ist daher immens wichtig, Grenzen zu setzen, die die Bedürfnisse sämtlicher Hausbewohner*innen in ausreichendem Maße berücksichtigen. Ein fester Platz für jedes Familienmitglied, Privatsphäre wo möglich und die Möglichkeit Frustration abzulassen kann hier helfen. Wenn Ihr Zuhause nicht genügend Räume hat, wäre es eine Möglichkeit sich mit dem optimalen Arbeitsplatz abzuwechseln. Wie wäre es mit einem Plan, der eine faire Aufteilung erlaubt?

Transparente, klare Regeln sind noch zentraler, wenn Kinder im Haus sind. Hier ist es unabdingbar für einen erfolgreichen Home-Office-Tag.

„Wir strukturieren uns den Tag so, dass die Kinder am Vormittag zwei Stunden ‚Schule‘ haben, mit 10 Minuten Pause dazwischen und einem Wecker gestellt. Am Nachmittag eine Stunde ‚Hausübung‘, das alles immer mit Wecker“, erzählt DreiKreis-Geschäftsführerin Johanna Kerber, die mit Ehemann und zwei Kindern in der Nähe von Wien lebt.
Für jeden wurde ausreichend Platz zuhause geschaffen, um ordentlich arbeiten zu können, wobei die Kinder nebeneinander sitzen. Es wird immer besprochen, wann wir beginnen, wann wir enden. Wir haben unseren Tagesablauf auch auf einem Flip Chart visualisiert, um es transparent zu machen.“

Und wenn selbst der beste Plan mal nicht funktioniert und sich die Gemüter erhitzen, denken Sie daran: die Situation wird sich entspannen! Und wer weiß, vielleicht entdecken Sie auch etwas Schönes und eine zusätzliche Chance für persönliches Wachstum.

Wo uns der Lärm zu Hause auf die Nerven geht, ist zumeist mehr Kommunikation mit dem Team und den Vorgesetzten erforderlich. Wenn Sie es gewöhnt sind, Vorgehen gemeinsam mit dem Team zu besprechen, offene Fragen schnell persönlich zu klären, oder Feedback direkt zu geben, ist es wesentlich, dass Sie dies auch von Zuhause tun. Ein täglicher Anruf mit dem Vorgesetzten, regelmäßige Meetings mit dem Team und engmaschige Bindung zu Mitarbeiter*innen hilft, den Kontakt zu wahren und zu wissen, was Andere tun. Auf diese im Wege können Erwartungen besser erfüllt werden und Probleme stauen sich nicht auf.  Außerdem arbeiten alle effizienter, wenn sie wissen, dass sie jederzeit „on-track“ sind.

DreiKreis-Geschäftsführerin, Johanna Kerber, kümmert sich von Beginn der Krise an intensiv um regelmäßigen Austausch. Regelmäßige Stand-ups (Scrum) und Jour Fixes werden erfolgreich über die Plattform Teams abgehalten. Und Fragen und Anliegen werden schnell am Telefon geklärt.
Aus Datenschutzgründen raten wir davon ab, Geschäftliches auf WhatsApp zu diskutieren.

Was neben guter Organisation und ausreichender Kommunikation noch wichtig ist, um die Zeit im Home-Office nicht nur erträglich, sondern möglichst genießbar zu machen, lesen Sie im nächsten Beitrag.

Bleiben Sie gesund, bleiben Sie fröhlich!

Lesen Sie hier den zweiten Teil unseres Home-Office-Ratgebers.


Seit dem 13. März 2020 sind wir im Home Office.
Das Team von DreiKreis ist Home Office-erprobt und auch in diesen turbulenten Zeiten weiterhin uneingeschränkt für Sie da.

Haben Sie Fragen? Wir haben Antworten. Kontaktieren Sie uns jederzeit:
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Julie Ann Chan

Hamburg - London - Wien. Eine kaufmännische Ausbildung gefolgt von einem Jus-Studium und die langjährige Tätigkeit als stellvertretende Chefredakteurin und freie Journalistin sind das berufliche Rüstzeug der DreiKreis-Hausjuristin. Wenn sie gerade keine Verträge schreibt, kocht sie leidenschaftlich gern und schreibt über Essen & Trinken.

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