Punktlandung im Bewerbungsgespräch – was ihr wissen müsst!

22. August 2017

Die erste Hürde ist erfolgreich genommen. Euer Lebenslauf hat eure zukünftige Arbeitgeber/In überzeugt, und ihr seid zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Was könnt ihr tun, um den Job wirklich zu landen? Im 3.Teil unserer Serie „Tipps, Tricks und Fallstricke: So klappt‘s bei eurer nächsten Bewerbung“ erklärt euch unsere Co-Founderin Johanna Kerber worauf es zu achten gilt, wenn ihr Personaler/In und zukünftiger Chef/In gegenübersteht.

Die Vorbereitung auf das persönliche Gespräch ist wichtig,

sagt Johanna. Bei DreiKreis bereiten wir Bewerber/Innen gründlich vor, geben ihnen die Gelegenheit, sich schon im Vorfeld auf typische Personaler/Innenfragen Antworten zu überlegen. „Dies,“ erklärt Johanna, „führt nach unserer Erfahrung dazu, dass die Bewerber/Innen vorbereiteter und strukturierter wirken und daher selbstbewusster auftreten.“

Unsere KandidatInnen werden von uns zum Bewerbungsgespräch begleitet. Da wir mit vielen Kund/Innen eine langfristige Zusammenarbeit pflegen und Stellen häufig erneut besetzen, kennen wir die Position, die Abteilung und das Unternehmen sehr gut. So wissen wir, worauf Wert gelegt wird. „Wir können den Kandidat/Innen schon im Vorwege erzählen, wie eine Position aufgebaut ist, was ein Unternehmen für seine MitarbeiterInnen tut und wie die Zusammenarbeit abläuft. Das ist natürlich für die Kandidat/Innen von enormen Vorteil!“

5 Fragen, über die ihr vor dem Gespräch nachgedacht haben solltet:

  1. Warum bewerbe ich mich gerade bei diesem Unternehmen?
  2. Warum möchte ich die ausgeschriebene Position füllen?
  3. Wie passt die angestrebte Rolle zu meiner bisherigen Berufslaufbahn?
  4. Habe ich Lücken im Lebenslauf, und wie erkläre ich sie?
  5. Strebe ich eine berufliche Weiterentwicklung an, wenn ja, welche?

Authentizität und Ehrlichkeit im Gespräch sind unabdingbar,

betont Johanna, „aber eine gute Vorbereitung auch! Man muss den eigenen Lebenslauf präsent haben und sollte auf Fragen möglichst flüssig antworten können. Nach unserer Erfahrung kommen die Kandidat/Innen umso besser an, je gründlicher sie sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet haben.“

Schaut euch die Homepage des Unternehmens, die Abteilung und die Stellenausschreibung genau an!

6 typische Fragen von Personaler/Innen

Am besten überlegt ihr euch Antworten auf die typischen Fragen der Personaler/Innen:

  1. Was würden Vorgesetzte/Kollegen/Freunde über euch sagen?
  2. Wie geht ihr mit Konflikten um?
  3. Was war euer größter Erfolg/Misserfolg, was hast du daraus gelernt?
  4. Worauf bist du stolz in deinem Leben?
  5. Wo siehst du dich in ein paar Jahren?
  6. Wohin willst du dich entwickeln?

Dabei gibt es keine richtige oder falsche Antwort. „Auf die Frage nach Entwicklungswünschen ist es zum Beispiel durchaus legitim zu antworten, dass man seine derzeitige Tätigkeit gerne ausübt und keine Veränderung anstrebt,“ erklärt Johanna und fügt hinzu

Viele Kandidat/Innen denken, sie müssten eine Entwicklungsperspektive angeben. Das stimmt aber nicht!

Unter Umständen freut sich ein Teamleiter bzw. eine Teamleiterin, wenn er/sie eine Entwickler/In einstellt, von der er/sie weiß, dass er/sie dem Team lange erhalten bleiben wird.“

Die Dauer des Gesprächs sagt oft nichts aus

Die Dauer eines Gesprächs sei unterschiedlich. Grundsätzlich sei die Chance für Kandidat/Innen eingestellt zu werden höher, je länger das Gespräch dauert. „Aber,“ erklärt Johanna, „wir haben auch schon Gespräche gehabt, in denen eine Kandidaten nach 10 Minuten genommen wurde und auch solche, die nach 2 Stunden Gespräch am Ende nicht auf den selben Nenner kommen.“

Nicht nur das Unternehmen entscheidet

Eines sei noch wichtig, sagt Johanna: Ein Bewerbungsgespräch sollte ein gegenseitiges Kennenlernen von Unternehmen und KandidatInnen sein, am Ende müssten beide Parteien entscheiden, ob sie miteinander arbeiten wollten, nicht nur das Unternehmen.

Noch Fragen offen? Wünscht ihr euch Beratung und Unterstützung bei der Jobsuche und beim Bewerbungsprozess? Twittert mit uns bei @DreiKreis, oder schreibt uns E-Mails. Wir freuen uns auf eure Unterlagen!

Johanna Kerber

Nach ihrem Studium der Soziologie und Kultur- und Sozialanthropologie in Wien und Paris hat Co-Founderin Johanna als Trainerin im arbeitsmarktpolitischen Kontext gearbeitet. Bei DreiKreis ist sie für die Bereiche Geschäftsführung, Sales und Finance verantwortlich. Neben ihrer Arbeit sind Johanna vor allem ihre Familie, die Natur und der Sport sehr wichtig.

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