„I am balanced“- Mein Weg zur funktionierenden Work-Life-Balance

Johanna Kerber
29. Juni 2018

Nachdem ich in meinem letzten Blogbeitrag von dem immer wieder gesuchten Fabelwesen „Eierlegende Wollmilchsau“ berichtet habe, möchte ich in diesem Blogbeitrag über den hohen Wert der persönlichen Ausgeglichenheit von Arbeitsleben und Privatleben schreiben.

Viele Unternehmen werben heutzutage in ihren Inseraten, dass sie viel Wert auf die sogenannte „Work-Life-Balance“ legen. Ihnen ist wichtig, dass ihre Mitarbeiter*innen ein ausgeglichenes Arbeitsleben haben, sodass sie für private Interessen noch genügend Zeit und Energie aufbringen können.

Arbeitsleben und Privatleben sind zwei Seiten einer Medaille

Das Konzept „Work-Life-Balance“ geht grundsätzlich davon aus, dass Arbeits- und Privatleben zwei verschiedene Aspekte des Lebens sind. In vielen Bereichen stimmt dies auch. Qualitative Zeit für Familie, Kinder, Freunde und Hobbies haben wir in unserer Freizeit. In der Arbeit wiederum gehen wir unserem Arbeitsleben nach.

Nun leben wir aber bereits mitten im digitalen Zeitalter, in dem die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zunehmend verschwimmen. Wir können und sollen sehr flexibel arbeiten, mitunter auch von zu Hause aus und sind dank Smartphone ständig erreichbar und online. Dieser Trend ist für viele Menschen begrüßenswert, da sich für sie ihr Privatleben und persönliche Interessen besser in ihr berufliches Leben integrieren lassen. Auch für mich ist es äußerst praktisch, wenn ich direkt nach der Arbeit mehr Zeit für meine Kinder habe, da ich mir durch mein Homeoffice eine Stunde Pendeln ins Büro erspare kann.

Bei vielen ist der Ist-Zustand nicht ausgewogen

Angesichts der Fülle an Tipps und Ratgebern, wie eine optimale Balance hergestellt werden kann, gehe ich davon aus, dass bei vielen Menschen ihr Ist-Zustand nicht ausgewogen ist.

Um eine funktionierende Work-Life-Balance zu erreichen, spreche ich von „I am balanced“. Mein Anspruch an mich selbst ist, dass ich alle Aufgaben ausgeglichen und in Ruhe erledige. Sehr oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich bei großem Stress, zusätzlich zur Hektik, vermeidbare Fehler in die Arbeit einschleichen. Fehler, die unter normalen Umständen nicht passiert wären und die mir im Endeffekt, zusätzlich zu meinem hohen Arbeitspensum, noch mehr Arbeit beschert haben. Darunter leidet sowohl meine Lebensqualität als auch die meiner Umgebung.

„I am balanced“ ist für mich ein Zustand des achtsamen Gewahrseins

Wenn ich esse, dann esse ich! Wenn ich arbeite, dann arbeite ich! Wenn ich mit meinen Kindern spiele, bin ich auch zur Gänze bei ihnen und nicht mit dem Smartphone gleichzeitig in einer Besprechung. Ich möchte zu jedem Zeitpunkt geistig wie körperlich präsent sein. Das heißt wiederum, nur eine Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun.

Mir ist wichtig, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Erst durch diese Bewusstseinsmachung meiner selbst, kann ich in all meinen Lebensbereichen ausbalanciert sein und den jeweiligen Herausforderungen ruhiger und gelassener begegnen. Das empfehle ich allen.


Johanna Kerber

Nach ihrem Studium der Soziologie und Kultur- und Sozialanthropologie in Wien und Paris hat Co-Founderin Johanna als Trainerin im arbeitsmarktpolitischen Kontext gearbeitet. Bei DreiKreis ist sie für die Bereiche Geschäftsführung, Sales und Finance verantwortlich. Neben ihrer Arbeit sind Johanna vor allem ihre Familie, die Natur und der Sport sehr wichtig.

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